Wie leicht Wasserdampf durch einen Baustoff wandern kann. Im Altbau entscheidet sie darüber, ob eine Wand trocknen kann – oder ob eine Sanierung Feuchte darin einschließt.
Beschrieben wird sie durch zwei Kennwerte. Die Diffusionswiderstandszahl μ gibt an, wie viel dichter ein Material ist als ruhende Luft. Multipliziert mit der Schichtdicke in Metern ergibt sie den sd-Wert: die Dicke einer Luftschicht, die denselben Widerstand hätte.
| Einstufung | sd-Wert |
|---|---|
| diffusionsoffen | bis 0,5 m |
| diffusionshemmend | über 0,5 m bis unter 1.500 m |
| diffusionsdicht | ab 1.500 m |
| Baustoff | μ-Wert etwa |
|---|---|
| Mineralwolle | 1 |
| Holzfaserdämmung | 3–5 |
| Vollziegel | 5–10 |
| Kalkputz | 10–15 |
| Beton | 70–150 |
| Polystyrol-Hartschaum | 20–100 |
| Dispersionsfarbe als Schicht | hoch, je nach Produkt |
Die Faustregel für Außenwände lautet: von innen nach außen immer offener werden, damit Feuchte nach außen entweichen kann. Deshalb gehört auf historisches Mauerwerk ein Kalkputz statt eines dichten Zementputzes, und deshalb braucht eine Innendämmung ein durchdachtes Feuchtekonzept. Siehe Dampfbremse und Dampfsperre und Taupunkt.
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