Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

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Diffusionsfähigkeit

Wie leicht Wasserdampf durch einen Baustoff wandern kann. Im Altbau entscheidet sie darüber, ob eine Wand trocknen kann – oder ob eine Sanierung Feuchte darin einschließt.

Beschrieben wird sie durch zwei Kennwerte. Die Diffusionswiderstandszahl μ gibt an, wie viel dichter ein Material ist als ruhende Luft. Multipliziert mit der Schichtdicke in Metern ergibt sie den sd-Wert: die Dicke einer Luftschicht, die denselben Widerstand hätte.

Einstufungsd-Wert
diffusionsoffenbis 0,5 m
diffusionshemmendüber 0,5 m bis unter 1.500 m
diffusionsdichtab 1.500 m
Einstufung nach DIN 4108-3.
Baustoffμ-Wert etwa
Mineralwolle1
Holzfaserdämmung3–5
Vollziegel5–10
Kalkputz10–15
Beton70–150
Polystyrol-Hartschaum20–100
Dispersionsfarbe als Schichthoch, je nach Produkt
Richtwerte. Maßgeblich sind die Angaben des Herstellers.

Die Faustregel für Außenwände lautet: von innen nach außen immer offener werden, damit Feuchte nach außen entweichen kann. Deshalb gehört auf historisches Mauerwerk ein Kalkputz statt eines dichten Zementputzes, und deshalb braucht eine Innendämmung ein durchdachtes Feuchtekonzept. Siehe Dampfbremse und Dampfsperre und Taupunkt.

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