Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

Für Handwerksbetriebe →

Kosten

Preisspannen aus laufenden Projekten, nach Position und Einheit aufgeschlüsselt — mit durchgerechneten Beispielen für ein typisches Ein- oder Zweifamilienhaus.

Kostenseiten
6
Basis
Angebote 2025/26
Region
bundesweit gemittelt
Stand
09/2026

Was am Ende zusammenkommt

Die Spannen oben gelten je Gewerk. Wer ein Haus in einem Zug saniert, addiert sie nicht einfach: Gerüst, Anfahrt und Baustelleneinrichtung fallen einmal an statt sechsmal, und mancher Anschluss wird nur einmal geöffnet. Umgekehrt kommen Posten dazu, die keinem Gewerk allein zuzuordnen sind.

PositionSpanneAnmerkung
Dachsanierung24.980–41.440 €Neueindeckung und Dämmung
Fassade & Dämmung34.020–49.500 €größter Einzelposten
Heizung & Wärmepumpe31.000–46.800 €nach Dämmung planen, sonst überdimensioniert
Fenster14.960–28.920 €14 Fenster, gemischte Formate
Badsanierung14.030–29.030 €ein Bad, komplett
Fußboden & Estrich6.300–13.650 €70 m² auf Holzbalkendecke
Elektroinstallation9.000–18.000 €150 m², komplett erneuert
Planung, Statik, Gutachten4.000–12.000 €Energieberatung, Sanierungsfahrplan, ggf. Holzschutz
Gerüst, Container, Baustrom3.500–9.000 €einmal für alle Gewerke
Unvorhergesehenes10–20 % der Bausummeim Bestand kein Puffer, sondern eine Position

Für ein Einfamilienhaus von 150 m² aus den 1960er Jahren, vollständig saniert, liegt die Summe damit bei rund 140.000 bis 250.000 €. Das ist keine Schreckzahl, sondern die Größenordnung, mit der eine Bank rechnet — und die Grundlage dafür, in welcher Reihenfolge man vorgeht, wenn nicht alles auf einmal geht.

Wo sich sparen lässt — und wo nicht

Eigenleistung lohnt bei Abbruch, Entsorgung, Malerarbeiten und Bodenbelägen. Sie lohnt nicht bei allem, was später verdeckt liegt: Abdichtung, Elektrik, Heizungshydraulik. Und sie kostet Förderung — die BEG verlangt für die meisten Maßnahmen eine Fachunternehmererklärung. Rechnen Sie beides gegeneinander, bevor Sie sich Arbeit vornehmen.

Wie diese Zahlen zu lesen sind

Angegeben sind Spannen aus dem Marktdurchschnitt, keine Festpreise. Regionale Unterschiede von 20 bis 30 Prozent sind normal, in Ballungsräumen auch mehr. Was ein Angebot teuer oder günstig macht, ist selten der Materialpreis — es sind Gerüst, Entsorgung, Anschlussdetails und die Positionen, die im Bestand erst nach dem Öffnen sichtbar werden.

Vor dem Angebot rechnen

Der Sanierungsrechner verbindet mehrere Maßnahmen und zieht die Förderung ab — damit sehen Sie den Eigenanteil statt nur die Bruttosumme. Zum Sanierungsrechner →

Angebotsservice

Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen

Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.