Der Teil des Gebäudes, der die Lasten in den Baugrund leitet. Im Altbau meist Streifenfundamente aus Bruchstein, Ziegel oder Stampfbeton unter den tragenden Wänden.
| Fundament | Typisch | Hinweis |
|---|---|---|
| Bruchstein, Feldstein | vor 1900 | oft flach gegründet, ohne Abdichtung |
| Ziegel | Gründerzeit | feuchte- und salzempfindlich |
| Stampfbeton | ab etwa 1900 | geringer Zementgehalt, kann mürbe sein |
| Stahlbeton, Bodenplatte | ab der Nachkriegszeit | mit Bewehrung |
Setzungsrisse deuten
Treppenförmige Risse entlang der Fugen, schräge Risse von Fenster- und Türecken aus oder Risse, die sich nach oben oder unten deutlich öffnen, deuten auf Bewegungen im Untergrund. Ursachen sind zum Beispiel ein gesunkener Grundwasserspiegel, eine Baugrube nebenan, große Bäume, undichte Leitungen oder ein Anbau mit eigener Gründung. Entscheidend ist, ob der Riss noch arbeitet: Gipsmarken oder Rissmonitore über einige Monate zeigen das.
Sind die Bewegungen abgeschlossen, genügt oft eine Rissinstandsetzung. Arbeiten sie weiter, braucht es einen Tragwerksplaner und meist ein Baugrundgutachten; gesichert wird dann mit einer abschnittsweisen Unterfangung oder Injektionen im Baugrund.
Nie auf ganzer Länge neben dem Fundament graben
Für eine Außenabdichtung, einen Kanalanschluss oder die Baugrube nebenan wird neben alten Fundamenten nur abschnittsweise ausgeschachtet – und nicht tiefer als die Fundamentsohle ohne Sicherung. Wer eine ganze Hausseite auf einmal freilegt, riskiert Setzungen und Risse im ganzen Haus.
Siehe Abdichtung von Mauerwerk, Grundwasser und Frostschutz.
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Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.