Ein waagerechter Balken, der zwei gegenüberliegende Sparren auf etwa zwei Dritteln ihrer Höhe verbindet. Er verkürzt die Knicklänge der Sparren und hält das Dach davon ab, die Außenwände nach außen zu drücken.
Schematisch. Nicht jedes Dach hat alle hier gezeigten Bauteile – ein Sparrendach kommt ohne Pfetten aus, ein Pfettendach oft ohne Kehlbalken. Siehe auch Sparren und Pfette.
Beim Dachausbau ist der Kehlbalken zugleich Hindernis und Bezugspunkt: Er bestimmt die lichte Höhe des Raums darunter, und oft soll er höher. Anheben oder entfernen darf man ihn nur mit Tragwerksnachweis – ohne ihn biegen sich die Sparren durch und schieben die Traufe auseinander.
Über der Kehlbalkenlage entsteht ein Spitzboden, der meist unbeheizt bleibt. Dann gehört die Dämmung auf die Kehlbalken, nicht in den Dachfirst – siehe Oberste Geschossdecke. Mehr unter Dachsanierung und Zimmerer & Statik.
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Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.