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Kategorie: Baustoffe

Baustoffe im Einsatz – hier werden alle verwendeten Baustoffe bei der Altbausanierung näher betrachtet.

  • So lässt sich ein Treppenlift im Altbau einbauen

    Beitrag aus 2012. Technik, Preise und Förderung haben sich seither geändert. Den aktuellen Stand finden Sie unter Gewerke im Altbau.

    Treppenlifte können in vielen Lebenssituationen von großem Nutzen sein: ob im Seniorenalter, bei Pflegebedürftigkeit, bei einer akuten Krankheit oder einer Verletzung, die die Beweglichkeit einschränkt.  Bei engen Stufen und schmalen Treppenaufgängen ist es noch schwerer, von einem Stockwerk ins andere zu gelangen. Einen Treppenlift im Altbau einzubauen gestaltet sich in solchen Fällen zwar kompliziert, ist aber kein Ding der Unmöglichkeit.

    Die Kosten beim Treppenlift im Altbau Einbauen

    Treppenlifthersteller sind in der Lage, die Treppenlift Systeme an die unterschiedlichsten baulichen Gegebenheiten anzupassen. Selbstverständlich muss dieser Mehraufwand auf den Treppenlift Preis aufgeschlagen werden. So liegen die fest installierten Treppenlifte bei rund 8.000 bis 15.000 Euro. Sofern ein gesundheitlicher Vorfall bzw. eine vom Arzt diagnostizierte Pflegebedürftigkeit besteht (mehr …)
  • Asbest und Asbestentsorgung

    Beitrag aus 2011. Technik, Preise und Förderung haben sich seither geändert. Den aktuellen Stand finden Sie unter Fenster & Außentüren.

    Asbest und AsbestentsorgungAsbest ist im 20. Jahrhundert ein beliebtes Baumaterial gewesen, das aus Silikat-Mineralen gewonnen wird. Von seinen Eigenschaften betrachtet, ist Asbest besonders vielfältig und robust. So isoliert es Gebäude sehr gut, hält sowohl Hitze, Feuer als auch Säure stand und ist außerordentlich fest. Asbest wurde in Europa in vielen Bereichen benutzt, darunter zum Beispiel für Wände und Dächer von Häusern und in der Schifffahrt. Es ist verrottungsresistent und langlebig, weshalb es auch als „Wunderfaser“ bezeichnet wurde.

    Gefahren von Asbest

    Die Beliebtheit von Asbest nahm rapide ab, als der Stoff in Verbindung mit Lungenkrebs und der Krankheit Asbestose, der Staublunge, gebracht wurde. Bei manueller Bearbeitung von Asbest oder der Abnutzung desselbigen, werden kleinste Teilchen freigesetzt, die eingeatmet werden und somit tief in die Lunge eindringen können. Hier zerstören (mehr …)
  • PU Schaum für Fenster- und Türmontage

    Beitrag aus 2010. Technik, Preise und Förderung haben sich seither geändert. Den aktuellen Stand finden Sie unter Fenster & Außentüren.

    Um Fenster und Türen in der Laibung fixieren und isolieren zu können kann man in der heutigen Modernen Welt auf Schaum PU (Polyurethan) zurückgreifen. Jedoch wie löste man das Problem der Lücken- und Spaltenfüllung früher, als es noch keinen PU Schaum gab? (mehr …)
  • Bad fliesen im Altbau: fünf Lehren aus der eigenen Baustelle

    2008 und 2009 haben wir in einem Mehrfamilienhaus von 1912 die Bäder neu gefliest — selbst, in bewohntem Zustand, mit allen Umwegen. Was wir damals in einzelnen Notizen festgehalten haben, steht hier zusammengefasst: fünf Dinge, die wir vorher gern gewusst hätten.

    Objekt
    Mehrfamilienhaus, 1912
    Fläche je Bad
    27 m² Wand, 10 m² Boden
    Format
    60 × 30 cm, Feinsteinzeug
    Zeitraum
    2008–2009

    1. Großformate brauchen einen ebenen Untergrund — im Altbau ist das die eigentliche Arbeit

    Wir haben uns für kalibrierte Fliesen im Format 60 × 30 aus Feinsteinzeug entschieden, an Wand und Boden dasselbe Format. Das sieht ruhig aus und spart Fugen. Es verzeiht aber nichts: Je größer die Fliese, desto genauer muss der Untergrund sein. Eine Altbauwand, die über zwei Meter drei Zentimeter aus dem Lot läuft, lässt sich mit 60er Fliesen nicht mehr kaschieren.

    Wer im Altbau großformatig fliesen will, plant deshalb den Ausgleich mit ein — Ausgleichsputz an der Wand, Nivelliermasse auf dem Boden. Das ist der Posten, der in Selbstbau-Kalkulationen regelmäßig fehlt.

    2. Alte Anstriche tragen keinen Fliesenkleber

    Die Wand, auf die gefliest werden sollte, war mit einer Ölfarbe gestrichen — im Altbau bis in die Siebziger der Standard für Feuchträume und Treppenhäuser. Fliesenkleber hält darauf nicht.

    Wir haben den Ölsockel mit dem Maurerhammer kreuzweise eingeschlagen, bis der Putz darunter frei lag. Das funktioniert, ist aber staubig und dauert. Unser Fachhändler wies uns darauf hin, dass es auch mit einem Haftgrund für nicht saugende Untergründe geht — heute würden wir das zuerst versuchen und das Abschlagen auf die Stellen beschränken, an denen die Farbe ohnehin schon hohl liegt.

    Vorher prüfen, nicht raten

    Die Gitterschnittprobe kostet nichts: mit dem Cutter ein Kreuzmuster in den Anstrich ritzen, Klebeband aufdrücken, ruckartig abziehen. Lösen sich Farbschollen, muss der Anstrich runter. Bleibt alles haften, reicht Haftgrund.

    3. Der Kreuzlinienlaser ist im Altbau kein Luxus

    In einem Neubau reicht die Wasserwaage, weil es eine verlässliche Bezugskante gibt. Im Altbau gibt es die nicht: Der Boden fällt ab, der Türsturz sitzt schief, die Decke folgt einer eigenen Logik. Ein Kreuzlinienlaser gibt eine Waagerechte vor, die von keiner dieser Kanten abhängt.

    Wir haben ihn für die Höhe des Fliesenspiegels eingesetzt — und danach für fast alles andere im Haus. Für 60 bis 150 € ist er das Werkzeug mit dem besten Verhältnis von Preis zu ersparter Nacharbeit.

    4. Ein Laufsteg hält das Bad nutzbar

    Frisch verlegte Bodenfliesen dürfen nicht betreten werden, bis der Kleber abgebunden hat — je nach Produkt 12 bis 24 Stunden. In einem bewohnten Haus ist das ein Problem, wenn es nur ein Bad gibt.

    Wir haben einen Laufsteg gebaut: an der Türschwelle beginnend, endend auf dem noch nicht belegten Estrich. Sobald der erste Abschnitt begehbar war, wurde der Steg versetzt und weitergearbeitet. Das klingt trivial, hat uns aber zwei Tage Bauzeit erspart, in denen wir sonst nichts hätten tun können.

    5. Der Fehler, den wir erst am Ende gesehen haben

    Als alle Wandfliesen saßen, ging es an die Armaturen. Die Mischbatterie für die Badewanne brauchte eine Hahnverlängerung — normal, wenn die Fliesenebene höher liegt als vorher.

    Das Problem waren die Ausschnitte. Sie waren zu groß ausgeschnitten, und die Rosetten deckten sie nicht mehr vollständig ab. Am fertigen Bad sieht man an jeder Armatur einen dunklen Rand.

    Die Lehre daraus

    Ausschnitte für Leitungen und Armaturen so knapp wie möglich schneiden. Die Rosette hat rund 15 mm Überdeckung — mehr Spiel verzeiht sie nicht. Wer selbst fliest, bohrt lieber zweimal nach, als einmal zu groß. Wer einen Betrieb beauftragt, spricht diesen Punkt vor Beginn an; es ist eine der häufigsten stillen Nacharbeiten.

    Was das heute kostet

    Wir haben die Fliesen damals im Abverkauf für 25 €/m² statt 45 €/m² bekommen, rund 1.000 kg Material, angeliefert per Spedition. Heute liegen vergleichbare Feinsteinzeugfliesen bei 30 bis 70 €/m², die Verlegung durch einen Betrieb bei 45 bis 90 €/m² je nach Format und Untergrund. Großformate liegen am oberen Rand, weil der Untergrund vorbereitet werden muss.

    Eine Aufstellung je Position finden Sie unter Kosten der Badsanierung. Was ein Betrieb im Altbau übernimmt, steht unter Badsanierung im Altbau; zum Bodenaufbau über Holzbalkendecken siehe Fußboden & Estrich.

    Dieser Beitrag fasst fünf Notizen aus den Jahren 2008 und 2009 zusammen, die ursprünglich einzeln erschienen sind. Preisangaben wurden auf den Stand 09/2026 gebracht.

  • Baustoffe richtig auswählen und verwenden

    Beitrag aus 2008. Technik, Preise und Förderung haben sich seither geändert. Den aktuellen Stand finden Sie unter Gewerke im Altbau.

    Bei der Sanierung bzw. Modernisierung des Mehrfamilienhauses kommen verschiedene Baustoffe für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke zum Einsatz. Welche Baustoffe wir bisher für den Ausbau verwendet haben, macht die folgende Liste deutlich:
    • Putz- und Maurermörtel – zum Ausmauern und Verputzen allgemein
    • Filzputz – zum Verputzen von bereits vorhandenen geputzten Mauern, um eine glatte Oberfläche herzustellen
    • Dispersionsspachtel- Masse – zum Glätten von Unebenheiten in Wänden
    • Stuckgips – zum setzen der Schalter- bzw. Steckdosen
    • Rotband – zum Verputzen von kleineren schadhaften Stellen in der Wand (nicht im Feuchtraum)
    • Feinbeton – zum Herstellen einer Ebene auf der Kappendecke
    • Bauschaum – zum Einsetzen von Türen und Fenstern
    • Ansetzgips – zum Verkleben von Gipskartonplatten auf der Wand
    • Fliesenkleber – zum Kleben der Duschboard- Bauplatte und natürlich Fliesen legen