38 Fensterbänke auf einmal — bei dieser Stückzahl wird aus einer Nebensache eine Entscheidung mit Folgen. Wir haben uns für Granit entschieden und dabei ein Detail gelernt, das man nur einmal vergisst.
Warum Granit und nicht Kunststein
Im Zuge der Fassadensanierung brauchten wir innen und außen neue Bänke. Zur Wahl standen Kunststein, Aluminium, Zinkblech und Naturstein. Geworden sind es 38 Granitbänke im Farbton Cristall mit 3 cm Plattenstärke.
Der Grund ist weniger die Optik als die Lebensdauer: Eine Granitbank überlebt zwei Fassadenanstriche. Aluminium arbeitet bei Temperaturwechsel hörbar, Kunststein kreidet an der Wetterseite nach zehn bis fünfzehn Jahren aus. Bei 38 Stück rechnet sich die einmalige Mehrausgabe.
Die Wassernase — das Detail, das man nur einmal vergisst
Eine Außenfensterbank braucht an der Unterseite eine eingefräste Nut, wenige Millimeter tief und einige Zentimeter von der Vorderkante entfernt: die Wassernase. Ohne sie läuft Regenwasser an der Unterseite der Bank zurück bis an die Fassade und zieht dort einen Schmutzstreifen — im Winter friert es in die Fuge zwischen Bank und Putz.
Die Nut kostet einen geringen Aufpreis je Bank und wird beim Zuschnitt eingefräst. Nachträglich ist sie an der eingebauten Bank praktisch nicht mehr anzubringen. Fragen Sie im Angebot ausdrücklich danach — sie ist nicht selbstverständlich enthalten.
Worauf es sonst noch ankommt
Die Bank braucht Gefälle nach außen, mindestens fünf Grad. Sie muss seitlich in die Laibung einbinden, nicht davor enden. Und sie gehört bei einer späteren Fassadendämmung mitgeplant: Wird die Wand um 16 cm dicker, muss die Bank entsprechend tiefer sein — sonst tauschen Sie 38 Stück ein zweites Mal.
Reihenfolge
Fensterbänke gehören nach den Fenstern und vor den Fassadenanstrich. Wer sie vorher setzt, verschmutzt sie; wer sie später setzt, muss die Laibung zweimal anfassen. Mehr dazu unter Fenster & Außentüren im Altbau und Fassade & Dämmung.
Beitrag von 2009, überarbeitet und ergänzt im September 2026.