Eine waagerechte Sperrschicht im Mauerwerk, die verhindert, dass Wasser aus dem Erdreich kapillar in der Wand aufsteigt. Im Altbau fehlt sie oft oder ist nach hundert Jahren wirkungslos.
Nachträglich eingebracht wird sie auf drei Wegen. Beim Injektionsverfahren werden Bohrlöcher in engem Abstand mit einem Mittel gefüllt, das die Kapillaren verschließt oder wasserabweisend macht. Beim Mauersägeverfahren wird die Wand abschnittsweise aufgeschnitten und eine Sperre aus Kunststoff oder Edelstahl eingelegt. Beim Chromstahlblechverfahren werden gewellte Bleche in eine Lagerfuge eingeschlagen.
Richtwerte, Stand 09/2026, ohne Sanierputz und ohne Freilegen. Bei Bruchsteinmauerwerk scheiden die mechanischen Verfahren oft aus, weil durchgehende Lagerfugen fehlen.
Die Injektion ist am günstigsten, wirkt aber am unsichersten – bei stark durchfeuchtetem oder hohlraumreichem Mauerwerk ist ihr Erfolg schwer vorherzusagen. Nach jeder Sperre muss die Wand austrocknen, als Faustwert etwa einen Zentimeter Wandstärke je Monat. Siehe Feuchtigkeit & Keller, Sanierputz und Salzausblühungen.
Angebotsservice
Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.