Pflaster aus gebranntem Ton, oft auch Klinkerpflaster genannt. Typisch für Höfe, Einfahrten und Wege an Backstein- und Gründerzeitbauten – langlebig, farbecht und mit den Jahren eher schöner.
Pflasterklinker werden so hoch gebrannt, dass sie kaum Wasser aufnehmen. Für Außenflächen sollten sie nach DIN EN 1344 frost- und tausalzbeständig sein. Üblich sind Rechteckformate um 200 × 100 mm in Dicken von etwa 45 bis 71 mm – je stärker befahren die Fläche, desto dicker der Stein.
| Verlegeart | Eignung |
|---|---|
| Ungebunden in Splitt oder Sand | Standard für Höfe und Wege: wasserdurchlässig, leicht zu reparieren |
| Gebunden in Mörtel | selten sinnvoll, reißt bei Frost und Bewegung |
| Fischgrätverband | stabil bei Befahrung, weil sich die Steine gegenseitig verkeilen |
| Läuferverband | ruhiges Bild, gut für Gehwege |
Was Backsteinpflaster kostet
| Position | Richtwert je m² |
|---|---|
| Neue Pflasterklinker, Material | 30–70 € |
| Verlegen inklusive Bettung und Verfugung | 40–80 € |
| Tragschicht für befahrene Flächen, 20–30 cm | 25–50 € |
| Altes Pflaster aufnehmen, reinigen, neu verlegen | 50–90 € |
Alte Backsteine aus einem Rückbau haben eine Patina, die neue Steine erst nach Jahrzehnten bekommen. Vor der Wiederverwendung sollte aber feststehen, dass es wirklich Pflaster- oder Hartbrandsteine sind: Weiche Mauerziegel nehmen Wasser auf und zerfrieren im ersten Winter. In Ensembles unter Denkmalschutz ist historisches Pflaster oft Teil des Schutzguts.
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