Eine Massivdecke aus Stahlbetonrippen, zwischen denen Hohlkörper aus Ziegel oder Leichtbeton liegen. Gebaut vor allem zwischen den 1920er- und den 1960er-Jahren, weil sie Beton und Stahl sparte.
| Merkmal | Hinweis |
|---|---|
| Beim Bohren | der Bohrer fällt nach wenigen Zentimetern ins Leere |
| Unterseite | verputzt, oft mit feinen Rissen im Abstand der Rippen |
| Dicke | häufig 16 bis 24 cm |
| Verwandte Bezeichnungen | Rippendecke, Stahlsteindecke, Hourdisdecke |
Die Rippen tragen, die Hohlkörper füllen den Raum dazwischen. Die Decken wurden sparsam bemessen und haben selten Reserven für zusätzliche Lasten wie einen dicken Zementestrich, eine gemauerte Wand oder eine große Badewanne.
| Arbeit | Worauf achten |
|---|---|
| Lampen und Hängeschränke befestigen | Hohlraumdübel oder Injektionsmörtel mit Siebhülse, ohne Schlag bohren |
| Kernbohrung für Leitungen | nur in den Hohlkörpern, Rippen vorher orten |
| Neuer Bodenaufbau | leichte Systeme bevorzugen – siehe Leichtestrich und Trockenestrich |
| Neue Wand auf der Decke | Tragwerksnachweis |
Rippen nie durchtrennen
Eine durchgeschnittene Rippe ist ein durchgeschnittener Träger. Durchbrüche für Treppen, Schächte oder Abwasserrohre gehören vorher zum Tragwerksplaner; oft wird ein Wechsel aus Stahl nötig. Die Bewehrung lässt sich vor dem Bohren mit einem Ortungsgerät finden.
Siehe Geschossdecke, Kappendecke und Nutzlast.
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