Die Einstellung einer Heizungsanlage so, dass jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die er für seinen Raum braucht – nicht mehr und nicht weniger.
Ohne Abgleich nimmt das Heizwasser den Weg des geringsten Widerstands. Heizkörper nahe der Pumpe werden heiß, entfernte bleiben lau, und die übliche Reaktion ist, Vorlauftemperatur oder Pumpenleistung zu erhöhen. Beides kostet dauerhaft Energie.
| Verfahren A | Verfahren B | |
|---|---|---|
| Grundlage | Schätzung über Heizkörpergröße und Raumfläche | raumweise Heizlastberechnung |
| Genauigkeit | grob | belastbar |
| Förderung | reicht nicht aus | Voraussetzung |
| Kosten Einfamilienhaus | 300–700 € | 800–1.800 € |
Für eine Wärmepumpe ist Verfahren B keine Option, sondern Pflicht: Sie arbeitet nur dann effizient, wenn die Vorlauftemperatur so niedrig wie möglich bleiben kann. Siehe Heizung und Förderung Heizungstausch.
So läuft der Abgleich ab
| Schritt | Was passiert |
|---|---|
| 1. Heizlast | raumweise berechnen – siehe Heizlast |
| 2. Bestand | Heizkörper, Ventile und Rohrnetz aufnehmen |
| 3. Berechnung | Wassermenge und Ventileinstellung je Heizkörper |
| 4. Einstellen | voreinstellbare Ventile setzen, alte Ventile ohne Voreinstellung tauschen |
| 5. Anlage | Pumpe und Heizkurve anpassen |
| 6. Nachweis | Protokoll, das bei der Förderung vorgelegt wird |
Der Abgleich macht die Anlage leiser – kein Pfeifen und Rauschen an den Ventilen – und schafft die Voraussetzung, die Heizkurve abzusenken. Erst dann zeigt sich, ob eine Wärmepumpe mit normaler Vorlauftemperatur auskommt oder ob es eine Hochtemperatur-Wärmepumpe sein muss.
Wie Abgleich, Heizkörper und Vorlauftemperatur zusammenhängen, zeigt der Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.
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