Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

Für Handwerksbetriebe →

Wärmepumpe im Altbau

In den meisten Altbauten ja – wenn die Heizkörper an kalten Tagen mit etwa 55 °C auskommen. Ob das bei Ihnen so ist, hängt nicht am Baujahr, sondern an wenigen Räumen. Der Check auf dieser Seite findet sie aus Ihrer Heizkostenabrechnung.

Feldtest im Bestand
JAZ 3,4 Luft · 4,3 Erdreich
Kritische Grenze
55 °C Vorlauf
Anlage mit Einbau
22.000–38.000 €
Stand
09/2026

Die kurze Antwort

Eine Wärmepumpe arbeitet im Altbau wirtschaftlich, wenn vier Dinge stimmen. Das Baujahr gehört nicht dazu: Im Feldtest „WP-QS im Bestand“ des Fraunhofer ISE mit 77 Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern, gemessen über vier Jahre, fand sich kein Zusammenhang zwischen Gebäudealter und Effizienz. Luft-Wasser-Wärmepumpen erreichten im Mittel eine Jahresarbeitszahl von 3,4, Erdwärmepumpen 4,3.

VoraussetzungWarumSo prüfen Sie es
Vorlauftemperatur an kalten Tagen höchstens etwa 55 °CJedes Grad weniger verbessert die Jahresarbeitszahl um rund 2,5 %Heizkörper-Check unten, danach der 55-Grad-Test im Winter
Heizlast raumweise bekanntEine nach Wohnfläche geschätzte Anlage ist meist zu groß und taktetHeizlastberechnung nach DIN EN 12831 vor dem Angebot
Ein Platz für die Außeneinheit, der die Nachbarn nicht störtNachts gelten am Nachbarfenster 35 bis 45 dB(A)Abstandstabelle unten
Hausanschluss und Zählerschrank tragen die LastAlte Zählerschränke haben oft keinen Platz für den WärmepumpenzählerElektrofachbetrieb, siehe Zählerschrank

Nicht zwingend nötig sind eine Fußbodenheizung und eine Komplettsanierung. Beides hilft, aber viele Altbauten erreichen die 55 °C mit einzelnen größeren Heizkörpern und einem hydraulischen Abgleich.

Der Heizkörper-Check: Raum für Raum aus Ihrer Abrechnung

Die üblichen Eignungstests fragen nach Baujahr und Dämmung und liefern eine Ampel. Das hilft wenig, denn über die Vorlauftemperatur entscheidet der schwächste Heizkörper im Haus – oft im Bad oder in einem Eckzimmer. Dieser Check rechnet deshalb anders: Er leitet die Heizlast aus Ihrem tatsächlichen Verbrauch ab, verteilt sie auf Ihre Räume, prüft jeden Heizkörper einzeln und zeigt, welcher Tausch die Temperatur für das ganze Haus senkt.

So rechnet der Check

SchrittAnnahme
Verbrauch in NutzwärmeBrennwertkessel 90 %, ältere Kessel 80 %; Heizöl mit 10 kWh je Liter, 95 % und 85 %
Warmwasser abziehen800 kWh je Person im Jahr
Heizlast des HausesHeizwärme geteilt durch 2.100 Vollbenutzungsstunden; die Spanne rechnet mit 1.800 bis 2.400
Heizlast je RaumHeizlast je m² × Fläche × Lage – Innenraum 0,6, eine Außenwand 1,0, Eckraum 1,25, unterm Dach oder drei Außenflächen 1,5 –, umgerechnet auf die Wunschtemperatur bei −12 °C außen
Leistung der HeizkörperNormwärmeleistung bei 75/65/20 °C nach EN 442, umgerechnet mit dem Exponenten 1,3 und 7 K Spreizung
JahresarbeitszahlLuft-Wasser-Wärmepumpe: 4,25 bei 35 °C, 3,75 bei 45 °C, 3,0 bei 55 °C, 2,6 bei 65 °C; Warmwasser mit 2,8
Die Heizkörperwerte sind typische Herstellerangaben; einzelne Fabrikate weichen um bis zu 10 % ab, alte Gliederheizkörper stärker. Steht die Normleistung auf dem Typenschild oder im Datenblatt, tragen Sie sie direkt ein.

Wofür der Check taugt – und wofür nicht

Er zeigt, welcher Raum die Vorlauftemperatur bestimmt und was ein Tausch dort bringt. Er ersetzt nicht die raumweise Heizlastberechnung, die vor jedem Angebot stehen sollte, denn die Verteilung der Heizlast auf die Räume ist hier geschätzt. Drucken Sie das Ergebnis aus und legen Sie es beim Ortstermin vor – dann reden Sie mit dem Heizungsbauer über dieselben Räume.

Warum alte Heizkörper oft reichen – und wann nicht

Heizkörper in Altbauten wurden für Kessel mit 70 bis 90 °C ausgelegt. Bei niedrigerer Vorlauftemperatur geben sie deutlich weniger Wärme ab:

Was ein Heizkörper bei welcher Vorlauftemperatur leistetAnteil der Normwärmeleistung, Raum 20 °C
90/70 °C – Auslegung vieler Altanlagen126 %
75/65 °C – Normwert der Hersteller100 %
65 °C Vorlauf79 %
55 °C Vorlauf55 %
45 °C Vorlauf33 %
35 °C Vorlauf14 %

Gerechnet nach EN 442 mit dem Heizkörperexponenten 1,3; bei Wärmepumpen-Temperaturen mit 7 K Spreizung. Ein Heizkörper, der für 90/70 °C ausgelegt wurde, liefert bei 55 °C Vorlauf noch 44 % seiner damaligen Leistung.

Dass es trotzdem oft reicht, hat drei Gründe. Erstens wurden Heizkörper früher mit großzügigen Zuschlägen bemessen. Zweitens ist die Heizlast seitdem meist gesunken – durch neue Fenster, eine gedämmte oberste Geschossdecke oder abgedichtete Rollladenkästen. Drittens braucht das Haus die höchste Vorlauftemperatur nur an den wenigen Tagen um die Norm-Außentemperatur; den größten Teil des Winters kommt es mit weniger aus – siehe Heizkurve.

Wo ein Raum nicht mitkommt, ist der Tausch des Heizkörpers am selben Platz meist die günstigste Lösung:

TauschMehr Leistung bei gleicher Baugröße
Typ 11 gegen Typ 22rund 75 %
Typ 21 gegen Typ 22rund 30 %
Typ 22 gegen Typ 33rund 40 %
Gliederheizkörper aus Guss, 16 cm tief, gegen Typ 22 gleicher Längerund 20 %
Typische Normwärmeleistungen bei 600 mm Bauhöhe. Ein Heizkörpertausch kostet je Stück etwa 450 bis 900 € – siehe Kosten für Heizung.

Reicht auch das nicht, helfen Heizkörper mit eingebautem Lüfter, die bei niedrigen Temperaturen deutlich mehr Wärme abgeben, oder eine Flächenheizung – im Altbau meist als Wandheizung oder Deckenheizung, weil für eine Fußbodenheizung die Aufbauhöhe fehlt.

Der 55-Grad-Test – so, dass er etwas aussagt

Viele Anleitungen empfehlen, die Vorlauftemperatur für zwei Stunden auf 55 °C zu stellen und dann zu messen. In Altbauten führt das leicht in die Irre: Dicke Wände speichern Wärme über Tage. Wer nach zwei Stunden misst, misst zu einem guten Teil noch die Wärme von gestern.

SchrittSo geht es
1. Den richtigen Tag wählenEine Frostperiode mit Tagesmitteln um oder unter 0 °C, am besten zwei bis drei Tage am Stück
2. Anlage vorbereitenNachtabsenkung ausschalten, Thermostatventile ganz öffnen, Türen wie im Alltag
3. Vorlauf begrenzenDie Heizkurve so einstellen, dass der Vorlauf 55 °C nicht übersteigt – am Regler oder Thermometer im Vorlauf ablesen, nicht am Kessel schätzen
4. 24 bis 48 Stunden laufen lassenSo lange braucht das Mauerwerk, um sich auf das neue Niveau einzupendeln
5. MessenIn jedem Raum morgens und abends die Temperatur in Raummitte auf etwa 1 m Höhe notieren, dazu die Außentemperatur
6. AuswertenRäume unter der Wunschtemperatur sind die kritischen – genau dort setzt der Heizkörpertausch an

Drei Fehler, die das Ergebnis verfälschen

Ein Kaminofen oder die Sonne im Südzimmer heizt mit. Die Thermostatventile bleiben auf mittlerer Stufe und regeln ab, bevor der Heizkörper zeigen kann, was er leistet. Und die Kesseltemperatur wird mit der Vorlauftemperatur verwechselt: Maßgeblich ist die Temperatur des Wassers, das zu den Heizkörpern fließt.

RaumWunschMorgensAbendsAußen
Wohnzimmer20 °C
Küche20 °C
Bad24 °C
Schlafzimmer18 °C
Kinderzimmer20 °C
Messblatt zum Ausdrucken. Tragen Sie Räume, die kalt bleiben, danach mit ihren Heizkörpern in den Check oben ein.

Luft, Erdreich oder Hybrid: welche Bauart zum Altbau passt

BauartJahresarbeitszahl im BestandAnlage mit EinbauIm Altbau
Luft-Wasser3,4 im Mittel des Feldtests22.000–38.000 €Standard; braucht einen geeigneten Platz für die Außeneinheit
Sole-Wasser mit Erdsonde4,3 im Mittel des Feldtests30.000–50.000 €Effizienter; Bohrgenehmigung und Zufahrt für das Bohrgerät nötig – im Hinterhof oft schwierig
Hybrid mit Gaskesselabhängig vom Anteil des KesselsWärmepumpe plus Kesselwenn einzelne Räume hohe Temperaturen brauchen oder ein junger Kessel weiterlaufen soll
Hochtemperatur-Wärmepumpebei 70 °C Vorlauf unter 2,5ähnlich Luft-Wasserfür Denkmale, in denen weder Dämmung noch größere Heizkörper möglich sind
Luft-Luft, als Split-Gerätim Heizbetrieb oft gutje Raum einige tausend Euroheizt nur die Raumluft, kein Warmwasser; eher als Ergänzung für einzelne Räume
Jahresarbeitszahlen aus dem Feldtest „WP-QS im Bestand“ des Fraunhofer ISE, veröffentlicht im November 2025; Kosten nach Heizung im Altbau, Stand 09/2026.

Wohin mit der Außeneinheit? Schall im dichten Altbauquartier

In Reihenhauszeilen, Hinterhöfen und eng bebauten Straßen entscheidet oft der Schall über den Standort. Maßgeblich ist die TA Lärm: Am nächsten Fenster des Nachbarn gelten nachts 35 dB(A) in reinen Wohngebieten, 40 dB(A) in allgemeinen Wohngebieten und 45 dB(A) in Misch- und Dorfgebieten. Wie viel Abstand das bedeutet, hängt von der Schallleistung des Geräts ab – sie steht im Datenblatt – und davon, wie viele Wände den Schall zurückwerfen.

Schallleistung des GerätsAbstand für 35 dB(A)für 40 dB(A)für 45 dB(A)
45 dB(A)1,8 m1,0 munter 1 m
50 dB(A)3,2 m1,8 m1,0 m
55 dB(A)5,6 m3,2 m1,8 m
60 dB(A)10,0 m5,6 m3,2 m
Aufstellung frei vor einer Hauswand, Abstand bis zum nächsten Fenster eines Nachbarn, gerechnet mit der üblichen Näherung für Punktschallquellen. In einer Ecke zwischen zwei Wänden steigt der Pegel um 3 dB – die Abstände werden dann rund 40 % größer. Zuschläge für tonhaltige Geräusche und der Betrieb mit voller Leistung in der Nacht verschärfen die Werte.

Praktisch heißt das: Außeneinheiten nicht in Innenhofecken, Nischen oder unter Balkone stellen, den Nachtmodus mit gedrosselter Leistung nutzen und auf eine niedrige Schallleistung im Datenblatt achten. Ob die Außeneinheit an der Grundstücksgrenze stehen darf, regelt die Landesbauordnung; mehrere Länder haben das für Wärmepumpen in den letzten Jahren erleichtert.

Was eine Wärmepumpe im Altbau kostet

LeistungspaketSpanne
Luft-Wasser-Wärmepumpe 12 kW24.000–32.000 €
Speicher und Frischwasserstation2.400–5.300 €
Sechs Heizkörper tauschen2.700–5.400 €
Hydraulischer Abgleich, Rückbau des Öltanks1.900–4.100 €
Summe31.000–46.800 €
Beispiel Einfamilienhaus, 140 m², Heizlast rund 12 kW, Stand 09/2026. Alle Positionen unter Kosten für Heizung.

Die Heizungsförderung der KfW bezuschusst 30 % der förderfähigen Kosten, mit Boni bis zu 70 %. Förderfähig sind höchstens 28.000 € für die erste Wohneinheit – der Zuschuss liegt damit zwischen 8.400 und 19.600 €. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen; der Vertrag mit dem Betrieb braucht dafür eine aufschiebende Bedingung. Einzelheiten unter Förderung Heizungstausch.

Stromverbrauch und laufende Kosten realistisch rechnen

Die Faustformel ist einfach: Heizwärme geteilt durch Jahresarbeitszahl ergibt den Strombedarf.

GaskesselWärmepumpe, JAZ 3,4Wärmepumpe, JAZ 2,7
Energiebedarf im Jahr20.000 kWh Gas5.300 kWh Strom6.670 kWh Strom
Preis12 ct/kWh28 ct/kWh28 ct/kWh
Kosten im Jahrrund 2.400 €rund 1.480 €rund 1.870 €
Beispiel mit 18.000 kWh Heizwärme einschließlich Warmwasser und einem Brennwertkessel mit 90 % Nutzungsgrad; ohne Grundpreise, Wartung und Schornsteinfeger.

Der Unterschied zwischen einer Jahresarbeitszahl von 3,4 und 2,7 kostet in diesem Beispiel rund 390 € im Jahr – über 20 Jahre fast 8.000 €. Das ist mehr, als der Tausch von vier oder fünf Heizkörpern kostet. Genau deshalb lohnt der Blick auf die Vorlauftemperatur vor dem Kauf.

Im Feldtest des Fraunhofer ISE verursachten die Wärmepumpen rund 64 % weniger CO₂ als ein Gaskessel, gerechnet mit dem deutschen Strommix 2024. Ein eigener Wärmepumpentarif ist meist günstiger als Haushaltsstrom; dafür darf der Netzbetreiber die Anlage in Spitzenzeiten drosseln.

Ohne Dämmung – geht das?

Ja, wenn die Heizkörper reichen. Die günstigen Dämmmaßnahmen lohnen sich vor dem Heizungstausch aber doppelt: Sie senken die Heizlast, damit wird die Wärmepumpe kleiner und billiger, und sie senken die nötige Vorlauftemperatur.

MaßnahmeRichtwertWirkung auf die Wärmepumpe
Oberste Geschossdecke dämmen30–60 € je m²senkt die Heizlast der Räume darunter spürbar
Rollladenkästen dämmen und abdichten60–150 € je Kastenhilft genau in den Räumen, die oft kritisch sind
Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk15–35 € je m²senkt die Heizlast aller Räume mit Außenwand
Kellerdecke dämmen40–80 € je m²wärmere Fußböden im Erdgeschoss
Richtwerte, Stand 09/2026.

Die teuren Maßnahmen – Fassade, Fenster, Dach – müssen nicht vor der Wärmepumpe kommen. Wer sie in den nächsten Jahren plant, sollte die Anlage mit dem Planer auf den künftigen Zustand abstimmen, damit sie danach nicht zu groß ist. Welche Reihenfolge sinnvoll ist, zeigt der Reihenfolge-Planer.

Mehrfamilienhaus und Etagenheizung

Im Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung gelten dieselben Regeln, nur größer. Warmwasser muss dort wegen des Legionellenschutzes oft mit höheren Temperaturen bereitgestellt werden; Frischwasserstationen oder eine getrennte Warmwasserbereitung entlasten die Wärmepumpe. Schwieriger sind Gasetagenheizungen: Hier braucht jede Wohnung eine eigene Lösung oder das Haus eine neue zentrale Verteilung mit Steigleitungen – eine Entscheidung, die in die Eigentümerversammlung gehört.

Wärmepumpe nach Baujahr

BaualtersklasseTypische HeizflächenHäufigste HürdeZuerst tun
Gründerzeit, bis 1918nachgerüstete Gliederheizkörper, oft reichlich bemessenAußeneinheit im Hinterhof, Denkmalschutz an der StraßenseiteHeizkörper in Eckräumen und Bad prüfen, Standort nach Schall klären
Zwischenkriegszeit, 1919–1945Gliederheizkörper, teils nachgerüstetschlecht gedämmte Dachgeschosseoberste Geschossdecke oder Dach dämmen
Wiederaufbau, 1946–1959kleine Heizkörper unter dünnen Brüstungendünne Wände, hohe Heizlast je RaumHeizkörper vergrößern, Rollladenkästen abdichten
Bauboom, 1960–1978Plattenheizkörper, teils Nachtspeicheröfenzweischaliges Mauerwerk, FlachdächerKerndämmung prüfen – günstig und schnell
Fachwerksehr unterschiedlichwenig Wandfläche für größere Heizkörper, feuchteempfindliche WändeWandheizung abwägen, Innendämmung nur mit Konzept
Typische Situationen; das einzelne Haus kann deutlich abweichen.

Zehn Fragen an den Heizungsbauer

FrageWoran Sie ein gutes Angebot erkennen
Wie haben Sie die Heizlast ermittelt?raumweise nach DIN EN 12831 – nicht nach Wohnfläche oder alter Kesselleistung
Für welche Vorlauftemperatur legen Sie die Anlage aus?eine konkrete Zahl, möglichst höchstens 55 °C
Welche Heizkörper müssen getauscht werden?eine Liste nach Räumen, die Sie mit dem Check-Ergebnis vergleichen können
Welche Jahresarbeitszahl erwarten Sie?berechnet nach VDI 4650, nicht nur die Leistungszahl aus dem Datenblatt
Wie laut ist das Gerät, und wo steht es?Schallleistung aus dem Datenblatt und Abstand zum nächsten Nachbarfenster
Ist ein hydraulischer Abgleich nach Verfahren B enthalten?ja, als eigene Position – Voraussetzung für die Förderung
Wie oft springt der Heizstab an?Bivalenzpunkt und erwarteter Anteil am Jahresstrom
Wie wird das Warmwasser bereitet?Speichergröße, Temperatur und Legionellenschutz
Passt der Zählerschrank?geprüft durch den Elektrobetrieb vor Vertragsabschluss
Wer stellt den Förderantrag, und wann?vor Beginn der Arbeiten, mit aufschiebender Bedingung im Vertrag

Über unsere Anfrage erhalten Sie Angebote von Heizungsbetrieben, die Bestandsgebäude kennen. Nehmen Sie das Ergebnis des Checks zum Ortstermin mit.

Häufige Fragen

Brauche ich im Altbau eine Fußbodenheizung?

Nein. Sie senkt die nötige Vorlauftemperatur, ist im Altbau wegen der Aufbauhöhe aber oft schwierig. Meist genügen größere Heizkörper in einzelnen Räumen – siehe Fußbodenheizung im Altbau.

Was passiert bei minus 15 Grad?

Die Wärmepumpe arbeitet weiter, nur mit geringerer Effizienz. Reicht ihre Leistung an einzelnen Tagen nicht, springt ein elektrischer Heizstab für einige Stunden ein. Bei richtiger Auslegung bleibt sein Anteil am Jahresstrom klein.

Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Entscheidend ist nicht die Lautstärke direkt am Gerät, sondern was am Nachbarfenster ankommt. Die Tabelle oben zeigt, welche Abstände je nach Schallleistung nötig sind.

Lohnt sich eine Wärmepumpe, wenn ich erst in einigen Jahren dämmen will?

Oft ja – wenn die Anlage nicht zu groß ausgelegt wird. Nach der Dämmung sinkt die Heizlast; eine heute knapp bemessene Wärmepumpe mit Heizstab für die kältesten Tage passt dann genau.

Kann ich meine Heizkörper behalten, wenn der Check über 55 °C liegt?

Mit 60 °C läuft eine Wärmepumpe, aber teurer: Die Jahresarbeitszahl sinkt auf etwa 2,8. Der Check zeigt, was ein Tausch in Euro bringt – oft ist er nach wenigen Jahren bezahlt.

Quellen: Fraunhofer ISE, Feldtest „Wärmepumpen-Qualitätssicherung im Bestand“ (WP-QS im Bestand), Pressemitteilung November 2025; TA Lärm, Immissionsrichtwerte außen; EN 442 für Heizkörperleistungen; DIN EN 12831 und VDI 4650 für Heizlast und Jahresarbeitszahl. Förderangaben nach den Richtlinien der KfW, Stand 09/2026 – verbindlich sind allein die jeweils geltenden Richtlinien. Kosten sind Marktspannen, keine Festpreise.

Angebotsservice

Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen

Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.

Angebotsservice

Angebote vergleichen

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben in acht kurzen Fragen. Wir suchen bis zu drei Betriebe in Ihrer Region, die auf Bestandsgebäude spezialisiert sind.

  1. 1Acht kurze Fragen zum Projekt
  2. 2Wir prüfen Betriebe in Ihrer Region
  3. 3Bis zu drei unverbindliche Angebote

Keine Vermittlungsgebühr für Eigentümer. Ihre Daten gehen nur an die Betriebe, die Ihre Anfrage bearbeiten.