Eine Dämmplatte aus Kalk, Sand, Zement und Wasser, die mit feinen Poren aufgeschäumt und dampfgehärtet wird. Sie ist nicht brennbar, diffusionsoffen und kapillaraktiv – und damit eine Option für heikle Altbauwände.
| Eigenschaft | Mineraldämmplatte | Kalziumsilikatplatte | EPS |
|---|---|---|---|
| Wärmeleitfähigkeit, W/(m·K) | 0,042–0,045 | 0,050–0,070 | 0,031–0,040 |
| Brandverhalten | nicht brennbar | nicht brennbar | brennbar, schwer entflammbar |
| Feuchte | kapillaraktiv, diffusionsoffen | stark kapillaraktiv | diffusionshemmend |
| Typischer Einsatz | Innendämmung, WDVS, Kellerdecke | Innendämmung, Schimmelsanierung | WDVS |
Für die Innendämmung ist die Mineraldämmplatte beliebt, weil sie Feuchte aufnehmen und zur Raumseite wieder abgeben kann – ohne Dampfbremse. Sie wird vollflächig mit Leichtmörtel geklebt und mineralisch verputzt. Innen sind 5 bis 10 Zentimeter üblich; mehr lässt die Wand dahinter zu kalt werden, siehe Taupunkt.
Außen und an der Kellerdecke
Als Wärmedämmverbundsystem ist sie eine nicht brennbare Alternative zu Polystyrol, etwa bei Mehrfamilienhäusern mit Brandschutzanforderungen. An der Kellerdecke wird sie geklebt oder gedübelt und bleibt oft unverputzt.
Weich und spröde
Die Platten brechen an den Kanten leicht und brauchen einen ebenen Untergrund. Für Hängeschränke und schwere Lasten werden Befestigungspunkte vorher geplant. Wie jede Innendämmung braucht auch diese die Systemvorgaben des Herstellers oder eine Berechnung – siehe Kalziumsilikat und Holzfaserdämmung.
Siehe Lambda-Wert und Fassade & Dämmung.
Angebotsservice
Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
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