Polychlorierte Biphenyle – bis in die 1970er-Jahre als Weichmacher und Flammschutzmittel verbaut, in Deutschland seit 1989 verboten. Sie gasen aus und reichern sich im Körper an.
Typische Fundorte sind dauerelastische Fugenmassen zwischen Betonfertigteilen und an Fensteranschlüssen, Deckenplatten, Anstriche und Kondensatoren alter Leuchtstofflampen. Betroffen sind vor allem Gebäude aus den Jahren 1955 bis 1975, deutlich häufiger öffentliche Bauten und Plattenbauten als Einfamilienhäuser.
| PCB in der Raumluft | Was folgt |
|---|---|
| unter 300 ng/m³ | Kein Handlungsbedarf – das ist der langfristige Zielwert |
| 300 bis 3.000 ng/m³ | Quellen mittelfristig beseitigen, bis dahin regelmäßig lüften |
| über 3.000 ng/m³ | Unverzüglich handeln |
Siehe Schadstoffsanierung und Fugen.
PCB bei der Sanierung
Wer Fugen erneuert, Fenster tauscht oder Deckenplatten entfernt, sollte bei Gebäuden aus den Jahren 1955 bis 1975 vorher eine Materialprobe nehmen lassen. Arbeiten an belasteten Bauteilen fallen unter die Regeln für Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen, und PCB-haltige Abfälle müssen je nach Gehalt als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Oft steckt im selben Gebäude auch Asbest oder PAK – eine gemeinsame Untersuchung spart Zeit. Siehe auch Formaldehyd.
Angebotsservice
Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.