Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

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PCB

Polychlorierte Biphenyle – bis in die 1970er-Jahre als Weichmacher und Flammschutzmittel verbaut, in Deutschland seit 1989 verboten. Sie gasen aus und reichern sich im Körper an.

Typische Fundorte sind dauerelastische Fugenmassen zwischen Betonfertigteilen und an Fensteranschlüssen, Deckenplatten, Anstriche und Kondensatoren alter Leuchtstofflampen. Betroffen sind vor allem Gebäude aus den Jahren 1955 bis 1975, deutlich häufiger öffentliche Bauten und Plattenbauten als Einfamilienhäuser.

PCB in der RaumluftWas folgt
unter 300 ng/m³Kein Handlungsbedarf – das ist der langfristige Zielwert
300 bis 3.000 ng/m³Quellen mittelfristig beseitigen, bis dahin regelmäßig lüften
über 3.000 ng/m³Unverzüglich handeln
Richtwerte nach der PCB-Richtlinie der Länder. Eine Raumluftmessung liefert Klarheit; bei Verdacht auf Fugen hilft zusätzlich eine Materialprobe.

Siehe Schadstoffsanierung und Fugen.

PCB bei der Sanierung

Wer Fugen erneuert, Fenster tauscht oder Deckenplatten entfernt, sollte bei Gebäuden aus den Jahren 1955 bis 1975 vorher eine Materialprobe nehmen lassen. Arbeiten an belasteten Bauteilen fallen unter die Regeln für Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen, und PCB-haltige Abfälle müssen je nach Gehalt als gefährlicher Abfall entsorgt werden. Oft steckt im selben Gebäude auch Asbest oder PAK – eine gemeinsame Untersuchung spart Zeit. Siehe auch Formaldehyd.

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