Der Kasten über dem Fenster, in dem der Rollladen aufgewickelt wird. Im Altbau fast immer ungedämmt und undicht – und damit eine der größten Wärmebrücken am Fenster.
Alte Kästen bestehen oft nur aus einer Holzverkleidung, hinter der ein Hohlraum direkt an die Außenluft grenzt. Durch den Revisionsdeckel und den Gurtdurchlass zieht kalte Luft, an der Innenseite schlägt sich Kondensat nieder. Nach einem Fenstertausch wird das schlimmer: Das neue Fenster ist dicht, der Kasten darüber bleibt die Schwachstelle.
| Maßnahme | Richtwert je Kasten |
|---|---|
| Dämmset einkleben, Deckel und Gurtdurchlass abdichten | 60–150 € |
| Neuer gedämmter Aufsatzkasten beim Fenstertausch | 300–700 € |
| Vorbaukasten außen, alter Kasten innen verschlossen | 400–900 € |
Siehe Fenster & Außentüren, Laibung, Wärmebrücke und Luftdichtheit.
Gurt, Kurbel oder Motor
Beim Dämmen lohnt es, den Gurtdurchlass ganz zu schließen. Ein elektrischer Antrieb im Wickelrohr ersetzt den Gurt, braucht aber einen Stromanschluss am Fenster – Leitungen dafür nur in den Installationszonen. Funkantriebe mit Akku und kleinem Solarmodul kommen ohne Leitung aus.
Vorsicht bei alten Kastenverkleidungen
Rollladenkästen und Deckel aus der Zeit bis Anfang der 1990er-Jahre können aus asbesthaltigen Platten bestehen. Vor dem Aufbohren oder Zersägen prüfen lassen – siehe Asbest. Und nach dem Abdichten an die Lüftung denken: Lüftungsanlage.
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