Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

Für Handwerksbetriebe →

Wiederaufbau sanieren (1946–1959)

Knappe Materialien, dünne Wände, aber klare Grundrisse und meist gute Statik.

Bauzeit
1946–1959
Spez. Heizlast
100–140 W/m²
Anteil
rund 14 % des Wohnbestands
Stand
09/2026

Typische Konstruktion

Typischer WandaufbauGesamtdicke rund 275 mm
Innenputz 15 mmHohlblock oder Bims 240 mmAußenputz 20 mm

Ungedämmt liegt der Wärmedurchgang dieser Wand bei etwa 1,6 W/m²K. Nach einer Außendämmung mit 16 cm erreicht dieselbe Wand rund 0,20 W/m²K.

  • Außenwände 24–30 cm, oft Hohlblock oder Bimsbeton, U-Wert 1,2–1,7 W/m²K
  • Massive Stahlbetondecken werden zum Standard
  • Einfache Holzfenster, ab Ende der 1950er erste Verbundfenster
  • Ziegel- oder Betondachsteine auf ungedämmtem Sparrendach
  • Keller mit Betonboden, Abdichtung meist nur schwarze Bitumenanstriche
Wohin die Wärme entweichtAnteile am Transmissions- und Lüftungsverlust
34 %20 %17 %10 %19 %
AußenwandDachFensterKellerLüftung

Richtwerte für ein unsaniertes Gebäude dieser Baualtersklasse. Die Reihenfolge der Sanierung folgt dieser Verteilung nur bedingt — entscheidend ist zusätzlich, wie günstig eine Fläche zugänglich ist.

Was in dieser Baualtersklasse häufig auftritt

  • Sehr hohe Transmissionsverluste über dünne Außenwände
  • Wärmebrücken an durchgehenden Betondecken und Balkonplatten
  • Nachträglich montierte Rollladenkästen als offene Wärmebrücke
  • Erste Asbestanwendungen: Faserzementplatten an Fassade und Dach
  • Feuchte Kellerwände durch gealterte Bitumenabdichtung

Sinnvolle Reihenfolge

SchrittMaßnahme
1Asbestverdacht an Faserzement und Bodenklebern klären, bevor gearbeitet wird
2Fassadendämmung — hier ist der Hebel am größten, weil die Wand so dünn ist
3Dach oder oberste Geschossdecke
4Fenster mit gedämmten Laibungen und neuen Rollladenkästen
5Heizungstausch mit Auslegung auf den gedämmten Zustand
6Kellerdecke dämmen

Der häufigste Fehler in dieser Klasse

Diese Häuser sind die dankbarsten Sanierungsobjekte: einfache Kubatur, kein Denkmalschutz, sehr schlechter Ausgangswert — also großer Effekt pro investiertem Euro. Der Stolperstein ist Asbest. Faserzementplatten, Fensterbänke, Blumenkästen, Nachtspeicheröfen und Flexplatten stammen genau aus dieser Zeit und dürfen nur von Fachbetrieben mit TRGS-519-Qualifikation entfernt werden — siehe Schadstoffsanierung im Altbau.

Angebotsservice

Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen

Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.

Angebotsservice

Angebote vergleichen

Beschreiben Sie Ihr Vorhaben in acht kurzen Fragen. Wir suchen bis zu drei Betriebe in Ihrer Region, die auf Bestandsgebäude spezialisiert sind.

  1. 1Acht kurze Fragen zum Projekt
  2. 2Wir prüfen Betriebe in Ihrer Region
  3. 3Bis zu drei unverbindliche Angebote

Keine Vermittlungsgebühr für Eigentümer. Ihre Daten gehen nur an die Betriebe, die Ihre Anfrage bearbeiten.