Maßnahmen, die Wasser aus dem Erdreich oder von außen vom Mauerwerk fernhalten. Im Altbau fast immer eine nachträgliche Abdichtung – mit anderen Verfahren als im Neubau.
Bevor ein Verfahren gewählt wird, muss feststehen, woher das Wasser kommt. Seitlich eindringendes Wasser verlangt etwas anderes als aufsteigende Feuchte, und Kondensat braucht gar keine Abdichtung. Die Norm für erdberührte Bauteile, DIN 18533, unterscheidet vier Wassereinwirkungsklassen:
| Klasse | Beanspruchung |
|---|---|
| W1-E | Bodenfeuchte und nicht drückendes Wasser |
| W2-E | drückendes Wasser, etwa Grund- oder Stauwasser |
| W3-E | nicht drückendes Wasser auf erdüberschütteten Decken |
| W4-E | Spritzwasser am Wandsockel und Kapillarwasser in Wänden |
Verfahren im Vergleich
| Verfahren | Wirkt gegen | Einordnung |
|---|---|---|
| Außenabdichtung mit Freilegen der Wand | seitlich eindringendes Wasser | die sicherste Lösung; 350–700 € je laufendem Meter inklusive Erdarbeiten |
| Innenabdichtung mit Dichtschlämme | seitliches Wasser, wenn außen nicht gegraben werden kann | der Raum wird trocken, die Wand selbst bleibt nass |
| Horizontalsperre | aufsteigende Feuchte | Injektion oder mechanisches Verfahren |
| Schleierinjektion | Wasser von außen, ohne Freilegen | ein Gel wird durch die Wand ins Erdreich gepresst; Spezialverfahren |
Ein schwarzer Anstrich ist keine Abdichtung
Die dunklen Anstriche an alten Kellerwänden sind meist nur Voranstriche. Eine heutige Abdichtung besteht aus einer kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtung oder einer mineralischen Dichtschlämme in geprüfter Schichtdicke, geschützt durch Platten oder eine Perimeterdämmung.
Bei salzbelastetem Mauerwerk kommt innen ein Sanierputz dazu, bei Hanglage oft eine Drainage. Ausführlich unter Feuchtigkeit & Keller.
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