Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

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Perimeterdämmung

Wärmedämmung an erdberührten Bauteilen, also außen an der Kellerwand oder unter der Bodenplatte. Sie liegt im Erdreich und muss Druck und Nässe dauerhaft vertragen.

Verwendet werden druckfeste, kaum wasseraufnehmende Dämmstoffe wie extrudierter Polystyrol-Hartschaum oder Schaumglas. Im Altbau ist sie fast nur zusammen mit einer Außenabdichtung sinnvoll: Die Kellerwand muss dafür ohnehin freigelegt werden, und die Dämmplatten schützen die neue Abdichtung beim Verfüllen vor Beschädigung.

SituationDie bessere Wahl
Keller wird beheizt oder soll Wohnraum werdenPerimeterdämmung mit Außenabdichtung
Keller bleibt unbeheiztKellerdecke von unten dämmen – ohne Bagger, an einem Tag
Kellerwand ist feuchtErst die Ursache klären: Horizontalsperre oder Abdichtung

Siehe Feuchtigkeit & Keller, Drainage und Fassade & Dämmung.

DämmstoffWärmeleitfähigkeit, W/(m·K)Einsatz
Extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS)0,032–0,040Kellerwand und unter der Bodenplatte
EPS-Perimeterplatten0,033–0,038bei Bodenfeuchte und nicht drückendem Wasser
Schaumglasplatten0,036–0,050druckfest, wasserdicht, teurer
Schaumglasschotter0,08–0,14unter neuen Bodenplatten
Welche Beanspruchung vorliegt, steht unter Grundwasser.

Den Sockel nicht vergessen

Die Perimeterdämmung sollte ohne Lücke in die Sockeldämmung und die Fassadendämmung übergehen. Sonst bleibt am Übergang zur Kellerdecke eine Wärmebrücke. Und wer ohnehin aufgräbt: einen Ringerder mitverlegen – siehe Fundamenterder.

Wie Sockel und Fassade zusammen gedämmt werden, zeigt der Ratgeber Fassade dämmen im Altbau.

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