Wärmedämmung an erdberührten Bauteilen, also außen an der Kellerwand oder unter der Bodenplatte. Sie liegt im Erdreich und muss Druck und Nässe dauerhaft vertragen.
Verwendet werden druckfeste, kaum wasseraufnehmende Dämmstoffe wie extrudierter Polystyrol-Hartschaum oder Schaumglas. Im Altbau ist sie fast nur zusammen mit einer Außenabdichtung sinnvoll: Die Kellerwand muss dafür ohnehin freigelegt werden, und die Dämmplatten schützen die neue Abdichtung beim Verfüllen vor Beschädigung.
| Situation | Die bessere Wahl |
|---|---|
| Keller wird beheizt oder soll Wohnraum werden | Perimeterdämmung mit Außenabdichtung |
| Keller bleibt unbeheizt | Kellerdecke von unten dämmen – ohne Bagger, an einem Tag |
| Kellerwand ist feucht | Erst die Ursache klären: Horizontalsperre oder Abdichtung |
Siehe Feuchtigkeit & Keller, Drainage und Fassade & Dämmung.
| Dämmstoff | Wärmeleitfähigkeit, W/(m·K) | Einsatz |
|---|---|---|
| Extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS) | 0,032–0,040 | Kellerwand und unter der Bodenplatte |
| EPS-Perimeterplatten | 0,033–0,038 | bei Bodenfeuchte und nicht drückendem Wasser |
| Schaumglasplatten | 0,036–0,050 | druckfest, wasserdicht, teurer |
| Schaumglasschotter | 0,08–0,14 | unter neuen Bodenplatten |
Den Sockel nicht vergessen
Die Perimeterdämmung sollte ohne Lücke in die Sockeldämmung und die Fassadendämmung übergehen. Sonst bleibt am Übergang zur Kellerdecke eine Wärmebrücke. Und wer ohnehin aufgräbt: einen Ringerder mitverlegen – siehe Fundamenterder.
Wie Sockel und Fassade zusammen gedämmt werden, zeigt der Ratgeber Fassade dämmen im Altbau.
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