Ein System aus gelochten Rohren und Filterschichten, das Sickerwasser um erdberührte Wände sammelt und ableitet, bevor es Druck auf die Kellerwand aufbauen kann.
Eine Drainage ergänzt die Abdichtung, sie ersetzt sie nicht. Sinnvoll ist sie bei Hanglage, bindigen Böden wie Lehm und Ton, in denen Wasser sich staut, und wenn das Wasser frei abfließen kann. Bei dauerhaft drückendem Grundwasser hilft sie nicht – dann braucht der Keller eine Abdichtung für drückendes Wasser. Die Regeln stehen in DIN 4095.
| Bestandteil | Aufgabe |
|---|---|
| Dränrohr am Fundament | sammelt das Wasser, mit Gefälle verlegt |
| Filtervlies und Kiespackung | halten Feinteile zurück, damit das Rohr nicht verschlammt |
| Sickerschicht an der Wand | leitet Wasser nach unten zum Rohr |
| Kontroll- und Spülschächte | an den Ecken, damit das System gereinigt werden kann |
Wohin mit dem Wasser?
Das gesammelte Wasser darf in vielen Kommunen nicht ohne Weiteres in den Abwasserkanal geleitet werden. Versickerung, Einleitung in einen Vorfluter oder eine Pumpe müssen vorher geklärt sein – sonst ist die Drainage zwar gebaut, aber ohne erlaubten Auslauf.
Alte Drainagen aus Tonrohren sind oft verschlammt, verwurzelt oder gebrochen und leiten dann Wasser an die Wand heran statt weg. Eine Kamerabefahrung klärt den Zustand. Siehe Abdichtung von Mauerwerk, Grundwasser und Feuchtigkeit & Keller.
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