Eine Holzbalkendecke, auf die eine dünne Betonplatte aufgebracht und schubfest mit den Balken verbunden wird. Holz und Beton tragen dann gemeinsam – das Holz auf Zug, der Beton auf Druck.
Im Altbau ist das eine bewährte Methode, eine schwingende oder überlastete Holzbalkendecke zu ertüchtigen, ohne die Balken auszubauen. Die Verbindung übernehmen schräg eingedrehte Spezialschrauben, eingeklebte Verbinder oder in die Balken gefräste Kerven. Die Betonschicht ist meist 6 bis 10 Zentimeter dick.
| Vorteil | Nachteil |
|---|---|
| Tragfähigkeit und Steifigkeit steigen deutlich, die Decke schwingt kaum noch | rund 150 bis 250 kg zusätzliches Gewicht je m² – Wände und Fundamente müssen es tragen |
| besserer Schallschutz durch die Masse | Feuchte aus dem Frischbeton, Trennlage und Trocknungszeit nötig |
| besserer Brandschutz von oben | Tragwerksplanung und erfahrene Betriebe erforderlich |
| Balken und Stuckdecke darunter bleiben erhalten | Aufbauhöhe mit Belag meist 8 bis 15 cm |
Vorher die Balken prüfen
Die Methode setzt gesunde Balken voraus. Balkenköpfe mit Fäulnis oder Hausbock-Befall werden vorher saniert. Wie Trennlage und Feuchteschutz ausgeführt werden, damit die Balken später nicht in einer feuchten Zone liegen, legt der Tragwerksplaner fest.
Leichtere Alternativen sind Verbundaufbauten mit Brettsperrholz oder Holzwerkstoffplatten sowie zusätzliche Balken. Siehe Holzbalkendecke, Fehlboden und Zimmerer.
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