Bestandsgebäude seit 1998 · Schwerpunkt Baujahr vor 1979

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Hybridheizung

Eine Heizung aus zwei Wärmeerzeugern, meist einer Wärmepumpe für den größten Teil des Jahres und einem Brennwertkessel für die kältesten Tage. Im Altbau oft als Übergangslösung diskutiert.

BetriebsweisePrinzip
bivalent-alternativunterhalb einer bestimmten Außentemperatur heizt nur noch der Kessel
bivalent-parallelunterhalb dieser Temperatur heizen beide gemeinsam
bivalent-teilparallelerst gemeinsam, bei starkem Frost nur der Kessel

Die Außentemperatur, ab der der Kessel hinzukommt, heißt Bivalenzpunkt. Liegt er um −3 °C, übernimmt die Wärmepumpe in weiten Teilen Deutschlands den Großteil der jährlichen Heizarbeit, denn richtig kalte Tage sind selten. Sinnvoll ist ein Hybrid vor allem, wenn einzelne Räume sehr hohe Vorlauftemperaturen brauchen oder ein noch junger Brennwertkessel weiterlaufen soll.

Spricht dafürSpricht dagegen
vorhandener Kessel bleibt, geringere Investitionzwei Anlagen, zwei Wartungen, der Schornsteinfeger bleibt
Wärmepumpe kann kleiner ausfallenGrundgebühr für Gas und steigender CO₂-Preis bleiben
Reserve bei unklarer Heizlastneuer Kessel plus Wärmepumpe ist meist teurer als eine gut ausgelegte Wärmepumpe allein

Erst messen, dann kombinieren

Viele Altbauten brauchen an kalten Tagen weniger Vorlauf als angenommen. Wer die Heizkurve einen Winter lang schrittweise absenkt und eine Heizlastberechnung machen lässt, stellt oft fest, dass eine Wärmepumpe allein reicht – gegebenenfalls mit einzelnen größeren Heizkörpern.

Das Gebäudeenergiegesetz lässt Hybridheizungen beim Heizungstausch unter Bedingungen zu, etwa einem Mindestanteil der Wärmepumpe – siehe GEG. Siehe auch Wärmepumpe, Hochtemperatur-Wärmepumpe und Heizung.

Welche Räume die Temperatur nach oben treiben, zeigt der Heizkörper-Check im Ratgeber Wärmepumpe im Altbau.

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