Der Rückbau von Bauteilen bis auf das, was stehen bleiben soll. Im Altbau geht es selten um den Abriss des ganzen Hauses, meist um die Entkernung: Beläge, Putz, Leitungen und nicht tragende Wände kommen heraus, Tragwerk und Hülle bleiben.
Die Reihenfolge entscheidet über Kosten und Risiken – und sie beginnt nicht mit dem Hammer.
| Schritt | Warum |
|---|---|
| 1. Schadstoffe erkunden | Bei Gebäuden, die vor dem 31. Oktober 1993 errichtet wurden, ist das vor Arbeiten an der Substanz Pflicht: Asbest, alte Mineralwolle, Teerkleber, PCB. |
| 2. Tragwerk klären | Welche Wand trägt, lässt sich im Altbau nicht an ihrer Dicke ablesen – siehe Tragwerksplanung. |
| 3. Leitungen stilllegen | Strom, Gas und Wasser vom Fachbetrieb abklemmen und sichern lassen. |
| 4. Von innen nach außen zurückbauen | Sortenrein, damit die Abfälle getrennt bleiben. |
| 5. Entsorgen mit Nachweis | Gefährliche Abfälle nur über zugelassene Entsorger. |
Abfall trennen spart Geld
Die Gewerbeabfallverordnung verlangt, Bau- und Abbruchabfälle nach Stoffen getrennt zu erfassen. Das lohnt sich auch ohne Pflicht: Ein Container mit sortenreinem Bauschutt kostet einen Bruchteil eines Containers mit gemischten Abfällen. Behandeltes Altholz, Dämmstoffe und Gipskarton gehören ohnehin gesondert entsorgt.
| Position | Richtwert |
|---|---|
| Container Bauschutt, 5 m³ | 250–500 € |
| Container gemischte Bauabfälle, 5 m³ | 600–1.200 € |
| Entkernung ohne Schadstoffe | 30–80 € je m² Wohnfläche |
Staub im bewohnten Haus
Wer Räume entkernt, während im Rest des Hauses gewohnt wird, braucht staubdichte Abschottungen, Absaugung und gegebenenfalls Unterdruck. Schleifstaub, Quarzstaub aus Mauerwerk und Putzreste sind kein harmloser Schmutz – siehe Feinstaub.
Siehe Schadstoffsanierung und Trockenbau & Innenausbau.
Angebotsservice
Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.