Eine Bauweise, bei der ein tragendes Gerüst aus Holz – Schwellen, Ständer, Riegel und Streben – die Lasten trägt, während die Zwischenräume, die Gefache, mit Lehm, Ziegeln oder Bruchstein gefüllt sind. Schätzungen zufolge stehen in Deutschland rund zwei Millionen Fachwerkhäuser.
| Bauteil | Aufgabe |
|---|---|
| Schwelle | unterster waagerechter Balken auf dem Sockel – das feuchtegefährdetste Holz im Haus |
| Ständer | senkrechte, tragende Hölzer |
| Riegel | waagerechte Hölzer zwischen den Ständern |
| Streben | schräge Hölzer, die das Gefüge aussteifen |
| Rähm | oberer waagerechter Abschluss eines Geschosses |
| Gefach | die Ausfachung zwischen den Hölzern |
Dichte Baustoffe zerstören Fachwerk
Holz und Gefach bewegen sich unterschiedlich; an den Fugen dazwischen dringt immer etwas Wasser ein. Ein Fachwerk überlebt, wenn dieses Wasser wieder heraus kann. Zementputz, Dispersionsfarbe, dichte Fugenmassen und dampfdichte Innendämmungen sperren es ein – das Holz fault von innen, sichtbar oft erst nach Jahren.
Passend sind kapillaraktive, diffusionsoffene Materialien: Lehm und Kalk im Gefach, Holzfaser oder Lehm-Leichtbaustoffe als Innendämmung. Die Schwelle braucht einen Sockel, der Spritzwasser fernhält.
Bauweise, typische Schäden und Reihenfolge unter Fachwerkhäuser sanieren; Holzschäden unter Zimmerer & Statik. Siehe auch Denkmalschutz und Schlagregen.
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Drei Angebote von Betrieben, die Bestandsgebäude kennen
Wir fragen nach Baujahr, Bauteil und Zustand — nicht nur nach der Postleitzahl. Das ist der Unterschied zwischen einem Kontakt und einem verwertbaren Angebot.