Die innere Fläche einer Wandöffnung, also die Wandseiten rechts, links und oben an Fenstern und Türen. Geschrieben wird sie korrekt als Laibung oder als Leibung – der Duden lässt beide Schreibweisen zu.
Im Altbau ist die Laibung vor allem bauphysikalisch interessant, denn sie ist eine klassische Wärmebrücke. Nach dem Fenstertausch sitzt das neue, dichte Fenster oft vor einer ungedämmten Laibung – und die wird dann zur kältesten Fläche im Raum. Dort schlägt sich Kondensat nieder, dort beginnt der Schimmel.
Abhilfe schafft eine Laibungsdämmung von zwei bis vier Zentimetern, innen meist aus Kalziumsilikat, außen als Teil der Fassadendämmung. Wird die Fassade ohnehin gedämmt, sitzt das neue Fenster am besten gleich in der Dämmebene – dann entfällt die Wärmebrücke fast vollständig.
Siehe Fenster & Außentüren, Rollladenkasten und Fensterbank.
Die Laibung beim Fenstertausch
| Stelle | Worauf achten |
|---|---|
| Innen | luftdichter Anschluss mit Dichtband oder Anputzleiste – siehe Luftdichtheit |
| Außen | schlagregendichter, aber diffusionsoffener Anschluss |
| Laibungsdämmung | 2–4 cm, innen etwa aus Kalziumsilikat oder Mineraldämmplatte |
| Lüftung | bei mehr als einem Drittel neuer Fenster ein Lüftungskonzept – siehe Lüftungsanlage |
Wie Laibungen, Fensterbänke und Rollladenkästen bei der Fassadendämmung abgerechnet werden, steht im Ratgeber Fassade dämmen im Altbau.
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