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Innendämmung im Altbau

Eine Innendämmung ist die Lösung, wenn die Fassade bleiben soll, wie sie ist: Stuck, Klinker, Fachwerk, Denkmalschutz oder eine Wand direkt an der Grundstücksgrenze. Sie wird Raum für Raum eingebaut, braucht kein Gerüst – und verlangt mehr Sorgfalt als jede Dämmung von außen. Der Planer auf dieser Seite rechnet Ihre Räume einzeln durch, mit Laibungen, Heizkörpernischen und den kalten Anschlüssen an Innenwänden und Decken.

Wandfläche, fertig gedämmt
60–170 € je m²
Mit Laibungen, Heizkörpern, Anschlüssen
130–320 € je m²
Förderung
15 %, realistisch bei Denkmal und Fachwerk
Stand
09/2026

Die kurze Antwort

Ihre LageDie passende Lösung
Die Fassade soll erhalten bleiben – Stuck, Klinker, DenkmalInnendämmung mit einem kapillaraktiven System wie Kalziumsilikat oder Holzfaser, 4 bis 8 cm
Der Außenputz wird ohnehin erneuertvon außen dämmen – das ist bauphysikalisch einfacher, und ab 10 % erneuertem Außenputz verlangt das Gesetz ohnehin U ≤ 0,24. Siehe Fassade dämmen
Einzelne Räume sind kalt, in den Ecken bildet sich Schimmelraumweise innen dämmen – mit Dämmkeilen an Innenwänden und Decke, sonst wandert der Schimmel nur in die Ecke
Fachwerkhausausschließlich diffusionsoffen und kapillaraktiv, mit Feuchteschutznachweis. Mehr dazu unter Fachwerk sanieren
Eigentumswohnungdie Fassade gehört der Gemeinschaft, die Innendämmung betrifft Ihre Räume. Klären Sie mit der Verwaltung, ob Eingriffe wie neue Fensterbänke zustimmungspflichtig sind

Der wichtigste Unterschied zur Dämmung von außen: Innen bleiben Decken und Innenwände, die in die Außenwand einbinden, ungedämmt. Diese Anschlüsse werden sogar kälter als vorher. Eine gute Innendämmung plant deshalb nicht nur die Fläche, sondern jeden Anschluss. Wie viel das in Ihren Räumen ausmacht, zeigt der Planer.

Welches System zu Ihrer Wand passt

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, mit der Feuchte umzugehen. Kapillaraktive Systeme lassen etwas Tauwasser in der Dämmung zu, verteilen es und geben es wieder an den Raum ab. Dampfbremsende Systeme halten die Feuchte mit einer Dampfbremse von der Wand fern – das funktioniert nur, wenn diese Ebene an keiner Stelle durchbrochen wird.

SystemWärmeleitfähigkeit λTypische DickeU-Wert im BeispielDämmung je m², FachbetriebPasst zu
Kalziumsilikat0,0603–8 cm5 cm: 0,6495–140 €feuchte- und schimmelgefährdeten Räumen, Denkmalen, wenn wenig Platz ist
Holzfaser mit Kalk- oder Lehmputz0,0424–10 cm6 cm: 0,4680–125 €Fachwerk und allen, die gute U-Werte kapillaraktiv erreichen wollen
Mineraldämmplatte0,0455–12 cm8 cm: 0,4080–125 €massiven Wänden, wenn der Dämmstoff nicht brennbar sein soll
Gipskarton-Verbundplatte mit Dampfsperre0,0323–8 cm6 cm: 0,3845–70 €trockenen, massiven Wänden ohne Schlagregen – nicht für Fachwerk
Vorsatzschale mit Mineralwolle0,0355–10 cm6 cm: 0,4160–95 €unebenen Wänden und wenn Leitungen in die Dämmebene sollen
Beispielwand: Vollziegel 36,5 cm, verputzt, U vorher etwa 1,35 W/(m²·K). Kosten für die Dämmschicht mit Oberputz oder Beplankung, ohne Untergrundvorbereitung, Laibungen und Anschlüsse. Stand 09/2026.

Die Wand, die schon da ist, entscheidet mit. Je schlechter sie dämmt, desto mehr bringen schon wenige Zentimeter – und desto kälter und feuchter wird sie danach.

AußenwandU-Wert vorher, etwaWorauf achten
Vollziegel 36,5 cm1,35meist gut geeignet; Außenputz und Fugen vorher prüfen
Vollziegel 24 cm1,8dünne Wand, großer Effekt; empfindlicher bei Schlagregen
Hohlblock oder Bims 30 cm1,1Dübel und Ansetzbinder auf den Stein abstimmen
Naturstein 50 cm2,2oft feucht aus dem Sockel; Ursache vorher klären
Fachwerk mit Ausfachung1,9nur diffusionsoffen, Holzfeuchte vorher messen
U-Werte in W/(m²·K), vereinfacht nach DIN EN ISO 6946, mit Innen- und Außenputz.

Innendämmung-Planer

Tragen Sie die Räume an der Außenwand ein: Wandlänge, Fenster, einbindende Innenwände, Heizkörper und Steckdosen. Der Planer rechnet für jeden Raum Kosten, Wohnflächenverlust und Heizkosten, zeigt den Anschluss im Grundriss und bewertet die Feuchtesicherheit. Dazu kommen Einkaufsliste und der Vergleich zwischen Fachbetrieb und Eigenleistung.

Was der Planer annimmt

AnnahmeWert
U-Wert der WandRichtwerte je Wandtyp, siehe Tabelle oben
Heizenergie66.000 Heizgradstunden im Jahr; Energiepreis frei einstellbar, Vorgabe 12 Cent je kWh Wärme
Wandoberfläche innenbei 20 °C innen und −5 °C außen, Wärmeübergang innen 0,13 m²K/W
WohnflächeAußenwandlänge × Dämmdicke plus 1,5 cm Putz oder Beplankung
Laibungenbeide Seiten und Sturz je Fenster, 2–3 cm Dämmung
Dämmkeileje einbindende Innenwand über die Raumhöhe und entlang der Decke
Heizkörper und Steckdosenimmer vom Fachbetrieb, auch bei Eigenleistung
FeuchteOrientierung nach DIN 4108-3 und den WTA-Merkblättern 6-5 und 8-5 – kein Nachweis

Wärmebrücken: die kalten Stellen hinter der Dämmung

Hinter einer Innendämmung wird die Außenwand im Winter kälter. Das ist gewollt, hat aber eine Folge: Überall, wo eine Decke oder Innenwand in die Außenwand einbindet, leitet sie Wärme an der Dämmung vorbei nach außen. Aus einer vorher unauffälligen Ecke wird eine Wärmebrücke – umgangssprachlich Kältebrücke.

Kritisch wird es, wenn die Oberfläche unter 12,6 °C fällt. Ab dieser Temperatur erreicht die Luft an der Wand bei normalem Raumklima 80 % relative Feuchte, und Schimmel kann wachsen. Genau diese Grenze setzt der Mindestwärmeschutz der DIN 4108-2 an.

  • Einbindende Innenwände: ein keilförmiger Dämmstreifen, etwa 50 cm lang und zur Raummitte hin auslaufend, hebt die Temperatur in der Ecke an.
  • Decken: derselbe Keil entlang der Decke oder ein Dämmstreifen unter der Decke. Bei Holzbalkendecken zusätzlich die Balkenköpfe beachten, siehe unten.
  • Laibungen: 2 bis 3 cm Dämmung, bis an den Fensterrahmen. Ohne Laibungsdämmung ist das Fenster die kälteste Stelle im Raum.
  • Fensterbänke: Die alte Fensterbank innen wird meist zu kurz. Planen Sie neue ein – im Planer als eigener Posten.

Heizkörpernische dämmen

In der Heizkörpernische ist die Außenwand oft nur halb bis zwei Drittel so dick wie daneben – und direkt davor steht der Heizkörper. Bei einer Innendämmung wird sie immer mitgedämmt, meist mit 2 bis 3 cm Hochleistungsdämmung, damit der Heizkörper wieder Platz findet. Rechnen Sie mit 150 bis 300 € je Nische, dazu 120 bis 250 € für das Ab- und Wiederanbauen des Heizkörpers.

Nutzen Sie die Gelegenheit: Wenn der Heizkörper ohnehin abgebaut wird, lässt sich prüfen, ob er für die neue, geringere Heizlast noch passend ist – etwa mit dem Heizkörper-Check.

Feuchte: kapillaraktiv, Schlagregen und Balkenköpfe

Warme Raumluft enthält Wasserdampf. Er wandert durch die Dämmung zur kalten Außenwand und kann dort als Tauwasser ausfallen – am Taupunkt, der hinter einer Innendämmung zwischen Dämmung und alter Wand liegt. Ob das zum Problem wird, hängt vom Wärmedurchlasswiderstand R der Dämmung, vom System und vom Schlagregen auf der Fassade ab.

Wärmedurchlasswiderstand der DämmungNach DIN 4108-3Was das in der Praxis heißt
R ≤ 0,5 m²K/Wohne rechnerischen Nachweis möglichetwa 3 cm Kalziumsilikat oder 2 cm Holzfaser; Voraussetzung: schlagregendichte Fassade
R ≤ 1,0 m²K/Wohne Nachweis, wenn die Innenseite einen Diffusionswiderstand sd ≥ 0,5 m hatdampfbremsende Systeme bis etwa 3,5 cm; kapillaraktive Platten erreichen den sd-Wert meist nicht
R > 1,0 m²K/Wrechnerischer Nachweis nötigübliche Nachweise nach WTA-Merkblatt 6-5 oder eine hygrothermische Simulation – bei guten Herstellern gehört er zum System
Vereinfachte Darstellung; die Norm stellt weitere Bedingungen an Wand und Putz.

Die meisten sinnvollen Innendämmungen liegen über R 1,0 und brauchen damit einen Nachweis. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern der Normalfall: Hersteller kapillaraktiver Systeme haben ihre Aufbauten für übliche Altbauwände berechnet. Fragen Sie im Angebot danach.

Vor der Innendämmung prüfen

  1. Feuchte Wand? Erst die Ursache. Aufsteigende Feuchte, defekte Regenrinnen oder undichte Anschlüsse werden durch eine Dämmung schlimmer, nicht besser.
  2. Schlagregen prüfen. Risse im Außenputz schließen, bei Sichtmauerwerk die Fugen instand setzen. Die Wetterseite braucht besondere Aufmerksamkeit.
  3. Balkenköpfe freilegen. Liegen Holzbalken in der Außenwand, werden sie hinter der Dämmung kälter. Ein Balkenkopf wird vorher geöffnet und auf Feuchte und Fäulnis geprüft.
  4. Untergrund vorbereiten. Tapeten, Dispersionsfarbe und losen Putz entfernen. Kapillaraktive Platten müssen vollflächig verklebt sein – ohne Hohlräume dahinter.
  5. Anschlüsse planen. Laibungen, Dämmkeile, Heizkörpernischen, Steckdosen und Fensterbänke gehören in die Planung, nicht auf die Baustelle.

Wie viel Wohnfläche verloren geht

Jeder Zentimeter Dämmung geht vom Raum ab. Im Beispiel des Planers – drei Räume mit zusammen 14,1 m Außenwand – kosten 5 cm Kalziumsilikat mit Putz rund 0,9 m², 8 cm Mineraldämmplatte rund 1,3 m². Bei 3.000 € je Quadratmeter Wohnwert sind das 2.800 bis 4.000 €. Im Mietrecht und bei der Wohnflächenberechnung zählt das mit. Dünne, gut dämmende Systeme sparen hier mehr, als sie teurer sind.

Pflicht und Förderung

Eine Pflicht zur Innendämmung gibt es nicht. Das Gebäudemodernisierungsgesetz, seit 29.07.2026 in Kraft, knüpft Anforderungen an Außenwände nur an Arbeiten auf der Außenseite: neue Bekleidungen oder Dämmschichten außen oder einen erneuerten Außenputz auf mehr als 10 % der Fläche. Dann gilt U ≤ 0,24. Wer von innen dämmt, löst diese Anforderung nicht aus.

GebäudeAnforderung für die FörderungVon innen erreichbar?
Normales WohngebäudeU ≤ 0,20praktisch nicht – bei Vollziegel 36,5 cm wären rund 18 cm Holzfaser nötig
Baudenkmal oder besonders erhaltenswerte BausubstanzU ≤ 0,45ja – bei Vollziegel 36,5 cm etwa 6 cm Holzfaser oder 9 cm Kalziumsilikat
Außenwand mit SichtfachwerkU ≤ 0,65ja – etwa 4,5 cm Holzfaser
Technische Mindestanforderungen der BEG Einzelmaßnahmen, Stand 09/2026.

Gefördert werden 15 % der förderfähigen Kosten, einschließlich Laibungen, Anschlüssen und Nebenarbeiten wie dem Versetzen von Heizkörpern. Mit einem individuellen Sanierungsfahrplan gibt es 5 Prozentpunkte mehr – seit 21.07.2026 allerdings nur auf den Teil der Kosten über 30.000 €. Ein Energie-Effizienz-Experte muss die Maßnahme begleiten, und der Antrag muss vor dem Vertrag gestellt sein. Den Überblick gibt der Förderratgeber.

Was eine Innendämmung kostet

Die Dämmschicht selbst ist nur gut die Hälfte der Rechnung. Laibungen, Dämmkeile, Heizkörper, Steckdosen und Fensterbänke kommen dazu – je kleiner der Raum und je mehr Fenster, desto stärker fallen sie ins Gewicht. Die Tabelle zeigt das Beispiel aus dem Planer: Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche, zusammen 31 m² Außenwand mit vier Fenstern.

SystemFachbetriebJe m² WandEigenleistung*Heizkosten gespart im Jahr
Kalziumsilikat 5 cm5.700–9.900 €180–310 €3.300–5.800 €rund 180 €
Holzfaser 6 cm5.200–9.400 €170–300 €2.400–4.700 €rund 220 €
Mineraldämmplatte 8 cm5.200–9.400 €170–300 €2.600–4.900 €rund 240 €
Verbundplatte 6 cm4.100–7.700 €130–240 €2.200–4.400 €rund 240 €
Vorsatzschale 6 cm4.700–8.400 €150–270 €1.800–3.700 €rund 230 €
* Material und Werkzeug; Heizkörper und Elektro vom Fachbetrieb. Wand: Vollziegel 36,5 cm, Energiepreis 12 Cent je kWh. Ohne Zuschuss und ohne Reserve für den Bestand.

Über die Heizkosten allein rechnet sich eine Innendämmung selten. Sie lohnt sich über das, was man spürt: Die Wand wird innen um 2 bis 3 °C wärmer, der Raum ist bei gleicher Temperatur behaglicher, und Schimmel an kalten Außenwänden verschwindet. Weitere Preise für alle Dämmarten stehen unter Kosten der Dämmung.

Selbst machen oder Fachbetrieb

Eine Vorsatzschale oder Verbundplatten an einer trockenen, ebenen Wand schaffen geübte Heimwerker. Kapillaraktive Systeme verzeihen weniger: Kleber vollflächig, Platten fugendicht, Oberputz und Anstrich exakt nach Systemvorgabe. Die Planung der Anschlüsse, der Feuchteschutznachweis und die Arbeiten an Heizung und Elektro gehören zum Fachbetrieb. Für die Förderung muss ein Energie-Effizienz-Experte die Ausführung bestätigen – siehe Eigenleistung.

Die häufigsten Fehler

  • Dispersionsfarbe oder Vinyltapete auf einer kapillaraktiven Dämmung. Sie sperrt die Oberfläche, die Feuchte kann nicht mehr zurück in den Raum.
  • Platten nur punktweise geklebt. In den Hohlräumen dahinter zirkuliert Raumluft und kondensiert an der kalten Wand.
  • Dämmkeile weggelassen. Die Fläche ist warm, die Ecke zur Innenwand kälter als vorher – dort wächst dann der Schimmel.
  • Dampfsperre durchlöchert von Steckdosen, Dübeln und Leitungen. Bei dampfbremsenden Systemen reicht eine undichte Stelle für einen Feuchteschaden.
  • Feuchte Wand gedämmt, ohne die Ursache zu beheben.
  • Balkenköpfe nicht geprüft – ein Schaden, der oft erst nach Jahren sichtbar wird.

Angebote richtig vergleichen

Angebote für Innendämmungen unterscheiden sich weniger im Quadratmeterpreis als darin, was fehlt. Prüfen Sie diese Punkte:

  • System mit Herstellerbezeichnung, Dicke und Wärmeleitfähigkeit – und der Feuchteschutznachweis dazu
  • Untergrundvorbereitung: Tapete entfernen, Altputz prüfen, Ausgleichsputz
  • Laibungen, Dämmkeile und Heizkörpernischen als eigene Positionen
  • Heizkörper ab- und anbauen, Steckdosen und Schalter versetzen, Fensterbänke
  • Oberputz und Anstrich passend zum System
  • Bei Holzbalkendecken: Öffnen und Prüfen eines Balkenkopfs

Über Altbau-Ausbau erhalten Sie Angebote von Betrieben, die Innendämmung im Bestand ausführen. Geben Sie in der Anfrage Ihre Wand und das gewünschte System an – oder drucken Sie die Planung aus dem Planer aus und legen Sie sie bei.

Häufige Fragen

Lohnt sich eine Innendämmung im Altbau?

Wenn die Fassade bleiben soll, ja – vor allem wegen der Behaglichkeit und gegen Schimmel an kalten Außenwänden. Über die Heizkosten amortisiert sie sich wegen der Nebenarbeiten meist erst nach Jahrzehnten. Wird die Fassade ohnehin erneuert, ist die Dämmung von außen die bessere Wahl.

Wie dick sollte eine Innendämmung sein?

Meist 4 bis 8 cm. Schon wenige Zentimeter halbieren den U-Wert einer ungedämmten Altbauwand. Jeder weitere Zentimeter bringt weniger, kostet Wohnfläche und erhöht das Feuchterisiko. Für Baudenkmale reicht für die Förderung oft eine Dicke um 6 cm.

Verursacht eine Innendämmung Schimmel?

Richtig ausgeführt verhindert sie Schimmel, weil die Wandoberfläche wärmer wird. Schimmel entsteht bei Fehlern: Hohlräume hinter den Platten, undichte Dampfbremse, fehlende Dämmkeile oder eine Wand, die schon vorher feucht war.

Kann man eine Innenwand dämmen?

Wände zu unbeheizten Räumen wie Treppenhaus, Kellerabgang oder Abstellraum verlieren Wärme, wenn auch weniger als Außenwände. Hier reichen meist 4 bis 6 cm auf der beheizten Seite, und das Tauwasserrisiko ist gering. Zwischen zwei beheizten Räumen bringt Dämmung energetisch nichts – dort geht es um Schallschutz.

Kann ich eine Innendämmung tapezieren oder streichen?

Dampfbremsende Systeme und Vorsatzschalen wie jede Trockenbauwand. Kapillaraktive Systeme nur mit diffusionsoffenen Anstrichen wie Silikat- oder Kalkfarbe; Tapeten nur, wenn der Hersteller sie freigibt.

Was ist mit Möbeln an der gedämmten Wand?

Nach der Innendämmung ist die Oberfläche deutlich wärmer, Schränke an der Außenwand sind weniger kritisch als vorher. Einige Zentimeter Abstand bleiben trotzdem sinnvoll. Schwere Hängeschränke brauchen Dübel, die durch die Dämmung bis ins Mauerwerk reichen – bei dampfbremsenden Systemen mit abgedichteter Durchdringung.

Quellen: Gebäudemodernisierungsgesetz, in Kraft seit 29.07.2026, Anforderungen an Außenwände bestehender Gebäude; Richtlinie BEG Einzelmaßnahmen mit technischen Mindestanforderungen, Stand 09/2026; DIN 4108-2 zum Mindestwärmeschutz; DIN 4108-3 zum klimabedingten Feuchteschutz; WTA-Merkblätter 6-5 zu Innendämmungen und 8-5 zu Fachwerk; DIN EN ISO 6946 für U-Werte. Kosten sind Marktspannen, keine Festpreise. Rechtliche Angaben ersetzen keine Beratung im Einzelfall.

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